Montag, 27. Oktober 2014

Tortenengel am Tegernsee

Bereits zum 7. Mal fand Ende Oktober das Tegernseetreffen statt. Ich war heuer zum ersten Mal dabei.

Wie ich euch ja bereits berichtet habe, war ich im Frühjahr in Erlangen, um dort mit vielen Tortenbegeisterten aus Deutschland und eben auch aus Österreich gemeinsam mit krebskranken Kindern und deren Geschwistern zu modellieren und Torten zu gestalten. Viele jener, die dort jedes Jahr helfen, treffen sich jährlich am Tegernsee, um gemeinsam ein nettes Wochenende zu verbringen. Natürlich wird dabei auch gearbeitet, so gab es heuer drei Arbeitsgruppen mit den Themen: filigrane Figuren, Blumen und Eiweißspritzglasur.

Ich war natürlich - wie sollte es auch anders sein - bei den Figuren dabei. Simone Barton hat uns erklärt, wie man eine stehende Figur modelliert - echt toll. Und noch dazu mit Fondant von sweetart - der ist super zum Modellieren, bin begeistert. Beim Gesichtermodellierkurs mit Petra Weßner haben wir dieses Fondant bereits verwendet, doch diesmal hatte Simone viele verschiedene Farben mit dabei und es ist nicht nur die Konsistenz zum Modellieren ideal, sondern auch die Farben sind ein Hammer - so intensiv, wirklich toll.

Hier seht ihr meine Resultate:




Und auch Natalie von der Kuchenwelt war bei mir in der Gruppe - hier auch ihre tollen Figuren.




LG,
Dani

Sonntag, 26. Oktober 2014

Cake Germany - Best of Class

Vor wenigen Tagen habe ich mir noch gedacht: "Warum hab ich mir das nur angetan?" Gemeint war damit die Teilnahme am Tortenwettbewerb, noch dazu in zwei Kategorien. Doch heute bin ich froh darüber - aber auch immer noch sprachlos, denn ich habe bei den Festtagstorten Gold gemacht - und nicht nur das: Ich wurde überdies Kategoriesiegerin. Ja, ich. Ich kann es selbst noch nicht glauben.

Doch beginnen wir doch von vorne. Als publik wurde, dass es in Süddeutschland eine Messe geben wird, habe ich sofort mit einigen lieben Freundinnen beschlossen: Da fahren wir hin. Und als die unterschiedlichen Wettbewerbsklassen vorgestellt wurden, habe ich mich voller Euphorie gleich bei zwei Kategorien angemeldet und zwar für die Klasse B: einstöckigen festlichen Torten sowie - und das war mein absoluter Liebling - für die Kategorie E: dekorative Elemente mit dem Thema "Märchen der Gebrüder Grimm".

Lange überlegte ich, was ich bei dem Märchenthema machen sollte. Klar war: Es wird kein Disneymärchen, denn ich will es einerseits nach eigenen Vorstellungen darstellen, ohne dass jeder die Figuren von Disney im Hinterkopf hat und andererseits: Ich kann doch die Disneyfiguren gar nicht so genau nachmachen - die würden völlig anders bei mir aussehen ;-)

Zuerst meinte ich "Schneeweißchen und Rosenrot", dann hatte ich einige andere Märchen im Kopf, und schlussendlich kam ich wieder zu meinem Anfangsgedanken zurück. Dies war früher mein Lieblingsmärchen, daher wollte ich dies auch umsetzen.

Ich fand das Modellieren echt lustig, doch ich habe viel zu spät begonnen und daher nicht alles so gemacht, wie ich es eigentlich vor hatte. Vor allem das Modellieren des Zwergenkopfes machte mir extrem viel Spaß, denn da konnte man richtig schöne Falten einbauen.

So sah das Ergebnis aus:







Die Kategorie Festtagstorte machte mir dann ziemliches Kopfzerbrechen, denn was kann ich hier nur machen? Ich wollte ein Thema finden, das bei Torten eher selten ist. Trachten - nein, die werden viel zu oft auf Torten dargestellt... Was könnt ich nur machen? Noch dazu durften bei dieser Kategorie keinerlei Stützen verwendet werden.

Dann ist mir ein Thema eingefallen: Sternzeichen. Ich kam auf dieses Thema, da ich überlegte, was würde ich mir zum Geburtstag für eine Torte machen und da ich als Kind immer sagte: "Ich bin kein Stier, ich bin ne Kuh!" war klar, dass auf die Torte eine Kuh kommt und diese von allen Sternzeichen darunter flankiert wird. Der Stier hat nen bösen Blick, da es natürlich kein Sternzeichen "Kuh" gibt, aber das ist doch egal ;-)

So sah das Ergebnis dann aus:









Die Torte wurde gelb eingedeckt - wow, da brauchte ich viel Fondant, da immer wieder Luftblasen auftauchten und dann hat es mir gereicht, daher habe ich dies einfach in eine Folie eingepackt und frisches Fondant neu eingefärbt. Dann ging's besser. Nach dem Eindecken klebte ich Dummy und Cake Board zusammen... Keine gute Idee... Am nächsten Tag stellte ich nämlich fest: Ich kann dies doch nicht gemeinsam brushen, zumindest nicht so, wie ich dies wollte. Somit fuhr ich mit einer Winkelpalette darunter und versuchte, die zwei Teile wieder zu trennen. Es funktionierte, doch fragt bitte nicht, wie die Platte unter dem Dummy nun aussieht :-) Egal, da kam ja ohnehin wieder der Dummy drauf - doch erst, nachdem er zuerst orange und danach rot mit dem Airbrushgerät eingesprüht wurde und völlig getrocknet war.

Die ausgeschnittene Kuh hatte ich relativ früh fertig (früh für meine Verhältnisse, dh ca. 2-3 Wochen vor der Cake Germany), doch die einzelnen Sternzeichen wurden am Mittwoch vor dem Wettbewerbswochenende zwischen 16 und 22 Uhr sowie am Donnerstag zwischen 19 und 23 Uhr modelliert. Und auch noch ein paar andere Kleinigkeiten wurden in dieser Zeit gemacht, wie die Schnur zwischen Dummy und Cake Board, die Bänder um die Cake Boards beider Wettbewerbsschaustücke, das gebrushte "Schneeweißchen & Rosenrot"-Schild, die Röschen...

Am Freitag hatte ich ja keine Zeit mehr, daher musste ich am Donnerstag alles fertigstellen. Ich konnte beim Ankleben schon nichts mehr sehen, da ich schon so müde war.

Problematisch wurde der Transport - bzw. die Verpackung. Meine Teile passten in keine Schachtel. Mit vereinten Kräften fanden wir Transportbehälter: Meine Mama brachte mir eine Plastikbox und ich fand doch noch eine Schachtel. Nun müssen sie nur noch heil mehr als 400 km mit dem Auto transportiert werden.

Am Freitag zu Mittag ging es los: Eine Gruppe des neu gegründeten Vereins Österreichische Tortenfreunde brach auf und fuhr Richtung Cake Germany. Wir waren vier Personen in meinem Auto - gemeinsam mit vier Schaustücken, im anderen Auto fuhren die anderen mit beinahe dem gesamten Gepäck. Und glaubt mir: Mehr als 400 km fahren und dabei kein Schupferl übersehen, das geht nicht. Jennys Rapunzel hat leider den Kopf verloren (dieser wurde jedoch in Esslingen wieder montiert), doch die anderen Schaustücke kamen völlig unversehrt an.

Zum Glück half mir Doris bei der Anlieferung der Schaustücke: Doris trug Schneeweißchen & Rosenrot und ich die Sternzeichentorte. Monika hat einen ausgesprochen süßen Glücks-Sweet-Table gemacht und Jenny ließ Rapunzel zum Leben erwachen.

Als ich die Schaustücke anlieferte und die Torten der anderen Teilnehmer sah, wollte ich am liebsten sofort wieder umdrehen. Schnell alles wieder einpacken und ins Auto stellen, war mein erster Gedanke - doch das tat ich dann zum Glück nicht, sondern ich packte alles schnell aus, suchte meinen Platz, stellte es hin und ging eiligst weg, sodass niemand sah, dass diese Sachen von mir waren - bei den Kunstwerken rundherum wollte ich mich nicht neben meine doch eher einfachen Schaustücke stellen.

Unvorstellbar, welche Kunstwerke dort ausgestellt wurden... Eine Torte schöner als die andere - doch mehr zu den einzelnen Torten der Wettbewerbsteilnehmer werdet ihr in meinem nächsten Posting lesen - mit vielen, vielen Fotos. Ich habe alle Torten fotografiert (glaub ich zumindest), da alle umwerfend aussahen.

Am Samstag fand die Bewertung statt, am Sonntag stand dann dort, ob bzw. was man gewonnen hat. Ich habe mit absolut keiner Medaille gerechnet, daher hatte ich es auch nicht so eilig, nachzusehen.

In der Früh besuchte ich zu allererst eine Demonstration und danach fragte ich, wer denn was gewonnen hätte, doch es wusste noch niemand Bescheid. Da erst - als ich von der Demo zurück kam - der Saal geöffnet wurde, schaute ich dann auch mal rein. Bei meinem Schneeweißchen und Rosenrot stand eine "lobende Anerkennung" - juhu, zwar keine Medaille, doch auch nicht "nichts". Vor allem, da bei dieser Kategorie kein einziges Gold vergeben wurde und meine absoluten Favoriten nur Silber oder Bronze bekamen. Auch bei den Sweet Tables sowie bei den Hochzeitstorten gab es übrigens kein Gold.

Ich kämpfte mich durch die Menschenmassen zu meiner zweiten Torte - wollte aufgrund des Ansturms schon fast umdrehen, da ich bei der mit absolut nichts gerechnet hatte - doch dann sah ich von der Entfernung ein Schild dort stehen - und dann sah ich, dass es keine lobende Anerkennung war, denn da schimmerte etwas. Bronze dachte ich, doch als ich näher kam, konnte ich GOLD lesen. Wow, das kann doch nicht wahr sein. Meine Torte bekam Gold???? Ich war überwältigt, konnte es wirklich nicht glauben.

Völlig perplex und ferngesteuert lief ich weiter, fiel Doris und Moni um den Hals - oder sie mir - und rannte zu Natalie und Christine zum Kuchenwelt-Stand, um ihr auch die für mich wirklich völlig unerwartete Neuigkeit zu erzählen. Wow, ganz wahrgenommen hab ich das erst einige Zeit später.

Ab 15 Uhr fand die Preisverleihung statt. Alle Medaillengewinner wurden auf die Bühne geholt und uns wurde persönlich jede Medaille mit einer Urkunde überreicht. In der Kategorie Festtagstorten gab es dreimal Gold. Für mich war jedoch klar, dass der Fuchsbau (der auch Gold in der Kategorie B erhielt) der Kategoriesieger werden würde, denn diese Torte war meiner Ansicht nach der absolute Hammer, wirklich wunderschön. Als jedoch Best of Class von der Kategorie B genannt wurde fiel mein Name - Daniela Richter. Das gibt's doch nicht. Unmöglich. Wow, ich glaub's nicht.

Zu Sylvia Zenz, der Chefjurorin des Wettbewerbs, sagte ich: "Damit hab ich aber jetzt gar nicht gerechnet." Und glaubt mir, das sah man mir auch an. Und da ich so überrascht war, hab ich danach völlig vergessen, mir meine Urkunde für die lobende Anerkennung für die Kategorie "dekorative Elemente", sprich für Schneeweißchen & Rosenrot zu holen :-(

Ich war überwältigt von diesem Wochenende - und wer mich kennt weiß, dass dies bei mir nicht so schnell der Fall ist.

Vielen Dank den zahlreichen Glückwünschen, vielen Dank an alle für die vielen netten Worte, vielen Dank dem Jurorenteam von der IGT - toll, wie ihr diesen ersten Wettbewerb in Eigenverantwortung gemeistert habt und vielen Dank, dass ich zahlreiche so nette Tortenfreunde kennenlernen durfte bzw. wieder treffen konnte. Tortenmessen sind schon super.

Nun freu ich mich schon auf die Cake International in Birmingham Anfang November. Dort werde ich jedoch nicht beim Wettbewerb teilnehmen, aber sicherlich wieder zahlreiche Fotos machen.

Und noch viel mehr freue ich mich auf die Kuchenmesse in Wels von 17. bis 19. April 2015 in Wels. Dort werden wir vom Verein Österreichische Tortenfreunde aus einen Stand haben und hoffen auf viele, viele, viele Besucher.

LG,
Dani

PS: In den nächsten Tagen folgt ein Bericht mit tollen Fotos aller Schaustücke und über die Messe allgemein.

Samstag, 4. Oktober 2014

Hochzeitstorte für Claudia und Patrick

Das zweite Gemeinschaftsprojekt mit Doris war diese Hochzeitstorte für eine ganz liebe Freundin von Doris.

Claudia und Patrick haben vor einigen Wochen geheiratet und Doris gebeten, ihnen die Torte zu machen. Und dabei habe ich Doris geholfen.

Vor einigen Monaten haben wir bereits besprochen, wie die Torte in etwa aussehen sollte. Da ihre Hochzeitsblumen Callas waren, kamen diese auch auf die Torte.

Blumen sind ja nicht so ganz mein Ding, aber irgendwie haben wirs schon gemeinsam geschafft. Das Komplizierteste war dann, wie wir die Blumen befestigen, damit sie auch gut aussehen.

Die Torte selbst hat ziemliche Probleme bereitet... Aber ein bisschen ärgern gehört bei so einer großen Torte wohl dazu. Wir waren zwar nicht so ganz zufrieden, doch dem Brautpaar hat sie sehr gut gefallen und den Gästen auch und geschmeckt hat sie auch - das ist wohl die Hauptsache. Selbst ist man ja immer ziemlich kritisch ;-)

Der oberste Stock war aus Styrophor und wird wohl in einer Vitrine des Brautpaares an die Torte erinnern.



LG,
Dani